Gartentipp – Pflanze des Monats
Die hier präsentierten Pflanzen werden von uns gekürt, basierend auf Erfahrungen, Vorlieben und Begeisterung. Es sind Empfehlungen, die von Herzen kommen – quasi von Gärtner:in zu Gärtner:in. Ganz einfach und schnörkellos.
À propos: Wem eine Empfehlung in den Sinn kommt, die hier auch ausgesprochen werden sollte, dann her damit! Schreib an bewild(at)biogarten.ch und wir schauen ob's passt. Wichtig wäre nicht nur die Pflanzenempfehlung, sondern auch die Gründe, wieso die Pflanze so toll ist. Und wenn wir bereits bei den Extrawünschen angekommen sind: Gerne mit Pflanzenbild aus dem Garten ;-) Merci viumau.

Blühzeit | Je nach Art zwischen Juni und September, öfter-blühend |
Überwinterung | Winterhart |
Wuchshöhe | Je nach Art, ca. 100 cm |
Wuchsstärke | Starker Wuchs, horstbildend |
Wurzelwuchs | Topftauglich |
Blüte | In allen blau- und Violetttönen, auch weiss |
Standort | Sonnig bis halbschattig, durchlässiger Boden |
Besonderes |
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Passende Seite zum Thema Glockenblume
Glockenblumen – Campanula
Pflanze des Monats April 2025
Ab März ist Pflanzzeit für die hübsche Wildstaude (Campanula). Mit ihren charakteristischen, trichterförmig-länglichen Blütenglocken in verschiedenen Blautönen überzeugt sie durch zahlreiche Vorzüge. Die Blüten hängen an starken, aufrechten Stielen, die sich hervorragend zum Schnitt eignen.
Es gibt über 400 Glockenblumenarten, die in Grösse und Wuchsform variieren. Eine besondere Art ist die Nessel-Glockenblume (Campanula trachelium), deren behaarte Stängel und Blätter an Brennnesseln erinnern, jedoch keine Brennhaare besitzen.
Die jungen Blätter und die hübschen Blüten vieler Glockenblumenarten sind essbar und eignen sich ausgezeichnet für den Salat oder als Dekoration, sollten jedoch nur in Massen verzehrt werden. Während Glockenblumen früher auch in der Medizin eingesetzt wurden (Halsschmerzen, Bronchitis), findet man sie heute eher als Zutat in der Gartenküche.
Nicht genug davon kriegen Bienen und speziell Hummeln, wie auch die Raupen einiger Falterarten. Manche Falter, wie der Nessel-Glockenblumen-Blütenspanner, sind sogar auf bestimmte Glockenblumenarten spezialisiert. Dessen Raupe ernährt sich ausschliesslich von der Nessel-Glockenblume. Für diesen Falter ist das Vorhandensein dieser Glockenblume also im längeren Sinn überlebenswichtig.
Ausserhalb des Gartens sind Glockenblumen vor allem im Wald und im Unterholz zu finden. Der Sage nach ist die Nessel-Glockenblume die Blume der Feen – einmal in einen Kreis aus Glockenblumen gestellt, ist man den Feen ausgeliefert. Und auch «Zauberkräfte» werden ihr nachgesagt; gibt man etwas Säure auf die Blüte, verfärbt sich die Stelle rot.
Glockenblumen vermehren sich oft, üppig von selbst. Wer keine unkontrollierte Verbreitung durch Selbstaussaat will, der entfernt die verblühten Blüten zeitig. Ansonsten ist es auch möglich, eine der Jungpflanzen zu verpflanzen oder auch den Horst zu teilen.
Die Glockenblume ist also nicht nur ein Augenschmaus, viele Arten kommen auch mit den immer trockeneren Sommern gut zurecht und eignen sich sowohl für den Klima- als auch für den Schattengarten.