Biogarten Bulletin – Das Biogarten Bulletin ist eine Inspirationsquelle rund um die aktuellen Themen aus dem Biogarten.
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Der Garten verändert sich – leise, aber spürbar. Die Tage werden kürzer, das Licht weicher und die Natur bereitet sich Schritt für Schritt auf die kältere Jahreszeit vor.
Genau jetzt liegt eine besondere Chance darin, den Garten bewusst zu begleiten: Pflanzen zu stärken, Rückzugsorte zu schaffen und die Grundlage für ein lebendiges Gleichgewicht im nächsten Jahr zu legen.
In diesem Bulletin findest du praktische Tipps und inspirierende Ideen, wie du deine Kübelpflanzen sicher über den Winter bringst, Nützlinge gezielt unterstützt und mit einfachen Massnahmen die Biodiversität förderst. Entdecke, wie aus Herbstlaub wertvoller Lebensraum wird, wie natürliche Helfer deinen Garten stärken und wie du die Natur direkt vor deiner Haustür noch intensiver erleben kannst.
Lass dich inspirieren, deinen Garten nicht nur zu pflegen, sondern ihn als lebendigen Ort zu gestalten – voller Vielfalt, natürlicher Kreisläufe und kleiner Erfolgserlebnisse, die weit über den Herbst hinaus wirken.
Spinnmilben (feine Gespinste, helle Sprenkel) und Thripse (silbrige Flecken, schwarze Punkte) früh erkannt lassen sich besonders effektiv mit Nützlingen bekämpfen – die Wahl des richtigen Helfers macht den Unterschied.
Programm mit den langlebigen Raubmilben Amblyseius swirskii und zusätzlicher Unterstützung durch Amblyseius cucumeris – gegen verschiedene Entwicklungsstadien
Amblyseius cucumeris Raubmilben – gezielt gegen junge Larven
Amblyseius californicus Raubmilben im Programm als ideale Kontrolle, da robust und lange aktiv
Programm mit zusätzlicher Unterstützung durch Phytoseiulus persimilis Raubmilben für rasche Reduktion der Schädlinge
Gut zu wissen: Es lohnt sich, Nützlinge frühzeitig einzusetzen, da sie am besten vorbeugend oder bei leichtem Befall wirken. Regelmässige Kontrollen erhöhen den Erfolg deutlich. Bei sehr starkem Befall zuerst ein biologisches Pflanzenschutzmittel einsetzen, abtrocknen lassen, und dann die Nützlinge ausbringen, um eine neue Population zu verhindern.
Tanja Graf
Produktmanagerin Pflanzenschutz
Gartentipp von Tanja
Noch geniessen wir die warmen Sonnenstrahlen des Spätsommers. Doch bevor der erste Frost kommt – meist ab Ende Oktober – wird es Zeit, Zitruspflanzen und empfindliche Kübelpflanzen einzuwintern.
Damit keine Schädlinge ins Winterquartier eingeschleppt werden, lohnt sich vor dem Reintragen ein genauer Kontrollblick. Sind Spinnmilben oder Schildläuse sichtbar, sollte sofort gehandelt werden. Die Pflanze am besten tropfnass mit Rapisal einsprühen und nach dem Abtrocknen Nützlinge einsetzen, sie räumen gründlich auf und erwischen auch übersehene Schädlinge.
Auch ohne sichtbaren Befall ist der Einsatz von Nützlingen sinnvoll. Die trockene, warme Luft im Winterquartier schwächt die Pflanzen und begünstigt Schädlinge wie Spinnmilben und Thripse – sie vermehren sich jetzt besonders schnell. Wer vorbeugend Nützlinge einsetzt, reduziert dieses Risiko deutlich. Dasselbe gilt für Zimmerpflanzen im Wohnbereich. Zudem gilt: Standort beachten und bei laufender Bodenheizung besser etwas erhöht platzieren.
Wichtig für den Erfolg: regelmässig kontrollieren und sparsam, aber gleichmässig giessen.
So gelingt das Überwintern – mit wachem Blick und starken natürlichen Helfern.
Wer Nützlinge und Vögel dauerhaft als Helfer für ein natürliches Gleichgewicht im Garten gewinnen will, schafft einen lebendigen Garten, in dem sie auch Schutz finden:
Lassen Sie sich inspirieren, Ihren Garten nicht nur zu pflegen, sondern als lebendigen Ort zu gestalten.
Naturmaterialien machen den Garten im Herbst besonders lebendig und wertvoll. Wer jetzt bewusst etwas liegen lässt, schafft nicht nur dekorative, sondern auch wichtige Lebensräume für Nützlinge – und fördert die Biodiversität direkt vor der eigenen Haustür. Statt alles aufzuräumen, lohnt es sich, der Natur etwas Raum zu geben.
Laub, Äste und Pflanzenreste bieten Schutz vor Kälte, Wind und Nässe. Igel, Marienkäfer und Laufkäfer ziehen sich hier zurück und überstehen so auch Temperaturen um den Gefrierpunkt. Besonders wichtig sind geschützte, trockene Plätze – denn häufige Wetterwechsel im Winter setzen den Tieren stark zu.
Ergänzend lassen sich gezielt neue Strukturen schaffen. Eine Benjeshecke aus Ästen und Schnittgut bietet langfristig Lebensraum für viele Tiere.
Ist kein eigenes Material vorhanden, gibt es praktische Bausätze (z. B. für Igel), die als Winterquartier und später auch als Kinderstube dienen.
Auch fürs Basteln darf gesammelt werden: Hagebutten von Wildrosen, Ziergräser wie das Rosa Haargras oder Physalis (Andenbeere) sind ideal für Türkränze, Trockengestecke oder Laubbilder. Wenn sie noch fehlen, am besten gleich auf die Pflanzwunschliste setzen.
Weniger aufräumen, gezielt ergänzen – so wird der Garten zum Winterquartier und zur Inspirationsquelle zugleich.