Nachhaltiges Gärtnern

Nachhaltig gärtnern ist keine «Option» mehr, sondern eine Notwendigkeit. Jeder kleine Schritt zählt, damit auch unsere Kinder noch blühende Wiesen, summende Bienen und fruchtbare Böden erleben können – und Schmetterlinge nicht nur von Bildern und aus Erzählungen kennen.

Ob kleiner Balkon oder Familiengarten – nachhaltiges Gärtnern macht den Unterschied. Und das Beste daran: Es ist weder kompliziert noch teurer, ganz im Gegenteil. Es ist günstiger, kreativer und eröffnet neue Möglichkeiten, Natur im Alltag hautnah zu erleben.

Ein nachhaltiger Garten ist kein Extraaufwand, sondern eine Einladung zum Ausprobieren: Küchenabfälle werden zu wertvollem Kompost, Regenwasser ersetzt teures Leitungswasser, und heimische Pflanzen bringen die Artenvielfalt zurück – so wird Gärtnern zum Abenteuer für Gross und Klein – und zu einem Beitrag, damit auch kommende Generationen eine lebendige Natur erleben können. 

So ein echtes Summen auf den Ohren zu haben und Schmetterlinge zum Takt des Gezwitschers der gefiederten Gartengäste tanzen zu sehen – ganz ohne KI und VR – ist einfach unvergleichlich schön.

Hier gibt es praktische Tipps, Anleitungen und Ideen für den eigenen nachhaltigen Garten – kompakt gesammelt auf unseren Themenseiten.

 

Übersicht der Themenseiten zum nachhaltigen Gärtnern

Was ist ein nachhaltiger Garten – und was gehört nicht hinein?

Nachhaltiges Gärtnern bedeutet: mit der Natur arbeiten statt gegen sie. Ein nachhaltiger Garten ist bunt und lebendig, voller heimischer Pflanzen, Insekten und Vögel. Er kommt ohne Chemie aus, spart Wasser, verwertet Abfall sinnvoll und bietet Raum für Mensch und Tier – egal ob als grosse Familienoase oder kleiner Balkon. Es geht nicht darum, alles perfekt zu machen, sondern Schritt für Schritt kleine Veränderungen umzusetzen, die viel bewirken: Ressourcen sparen, Artenvielfalt fördern und gesunde Lebensmittel ernten. Schon mit wenigen einfachen Massnahmen kann man einen Garten oder Balkon in ein kleines Ökosystem verwandeln.

Top & Flop für nachhaltiges Gärtnern – was macht einen nachhaltigen Garten aus?

Daumen hoch für 👍 Daumen runter für 👎
  • Heimische Wildblumen & Stauden
  • Exotische Pflanzen ohne Nutzen für Tiere
  • Kompostieren & Mulchen
  • Grünabfälle alle in die Mülltonne
  • Regenwasser sammeln
  • Leitungswasser verschwenden
  • Natürlicher Pflanzenschutz & Nützlinge
  • Chemische Pestizide & Dünger
  • Wilde Ecken & Blühinseln
  • Sterile Rasenflächen und Bodenversiegelung
  • Nisthilfen & Wasserstellen
  • Dekoration ohne Nutzen & Lichtverschmutzung
  • Samenfeste Sorten & Bio-Saatgut
  • Torfprodukte & invasive Neophyten
  • Upcycling im Garten
  • Einwegprodukte und Plastik
  • Wilde Strukturen für Gartenbewohner
  • Vergrämung und Rasenmäherroboter
  • 2-mal jährlich partieller Wildblumenwiesenschnitt
  • Dauerkurzer Monokultur-Rasen

Übersicht Themenseiten zum nachhaltigen und naturnahen Gärtnern

Schädlingsbekämpfung als letzte Massnahme im naturnahen Garten | © Andermatt Biogarten AG

Der Biogarten-Kompass

Der Biogarten-Kompass zeigt die fünf wichtigsten Schritte zu einem gesunden, lebendigen Garten durch natürlichen Pflanzenschutz. Mit dem Kompass behältst du den Überblick, wie Pflanzen nachhaltig gepflegt und Schädlinge biologisch reguliert werden können.

  1. Ökosystem
    Standort, Klima, Boden und vorhandene Arten analysieren. Verbesserungsmöglichkeiten erkennen.
  2. Basispflege und Pflanzung
    Passende Pflanzen oder Standorte wählen. Den Boden vorbereiten und Abstände einhalten, sparsam bewässern und richtig düngen.
  3. Prävention und Erkennung
    Pflanzen stärken, indem auf Mischkultur und Schnitt gesetzt wird. Schutznetze verwenden, Nützlinge fördern. Schädlinge mit Fallen bestimmen.
  4. Regulierung
    Nützlinge ausbringen und Fallen nutzen. Schädlinge absammeln oder Befallenes entfernen.
  5. Bekämpfung
    Biologische Pflanzenschutzmittel nur im Notfall einsetzen – gezielt und nützlingsschonend.

Fazit: Nachhaltiges Gärtnern heute und morgen

Nachhaltiges Gärtnern ist mehr als ein Trend – es ist ein Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft: ein Gewinn für Mensch und Natur. Es schenkt Freude an lebendiger Vielfalt, stärkt unsere Verbindung zur Umwelt und macht unabhängig von chemischen Hilfsmitteln.

Wer gärtnert, gestaltet aktiv einen Ort, an dem Tiere, Pflanzen und Menschen im Einklang leben können – sei es auf dem Balkon oder im grossen Garten.

Was wird sich in Zukunft im Garten verändern?

Der Klimawandel macht sich zunehmend auch in unseren Gärten bemerkbar. Heissere Sommer, längere Trockenphasen und stärkere Wetterextreme verändern die Bedingungen für Pflanzen und Tiere. Gleichzeitig verschwinden viele heimische Arten, während sich neue Schädlinge und invasive Neophyten wie Tigermücke oder Japankäfer mit den steigenden Temperaturen ausbreiten. Diese Entwicklungen stellen Gartenbesitzerinnen und -besitzer vor neue Herausforderungen.
 

Worauf sollten wir beim Gärtnern besonders achten?

Um zukunftsfähig zu gärtnern, sind Anpassungen unverzichtbar. Wichtig werden vor allem folgende Punkte:

  • Hitze- und trockenheitsresistente Pflanzen wählen, die mit Klimaveränderungen besser zurechtkommen.
  • Wasser effizient nutzen durch Regenwassernutzung, Mulchen und sparsame Bewässerungssysteme.
  • Artenvielfalt fördern und Gärten bewusst als Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tiere gestalten.
  • Kreisläufe schliessen, indem Kompost genutzt, Abfälle reduziert und Materialien wiederverwendet werden.
  • Wandernde Arten im Auge behalten und – wo nötig – naturnahe Lösungen gegen neue Schädlinge und invasive Pflanzen einsetzen. 

Gärten als Zukunftswerkstätten

Wer seinen Garten nachhaltig gestaltet, schafft nicht nur einen persönlichen Rückzugsort, sondern leistet auch einen aktiven Beitrag zum Klima- und Artenschutz – und wird nicht Teil des Problems. Gärten werden so zu kleinen Zukunftswerkstätten, die zeigen, dass ökologisches Handeln im Alltag funktioniert – und dass jeder einzelne Schritt zählt, um im Kleinen Grosses zu bewirken.

Nachhaltiges Gärtnern bedeutet, mit der Natur mitzuwachsen und Schritt für Schritt einen Ort zu gestalten, der heute Freude bereitet und morgen Zukunft sichert.

Trockenheitsresistente Pflanzen & nachhaltige Gartenprodukte

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Origanum Vulgare / Wilder Dost | © Hospenthal-Kägi AG

Origanum Vulgare / Wilder Dost

Origanum vulgare, auch wilder Majoran oder Wilder Dost genannt, ist ein ausdauernder Zwergstrauch und gleichzeitig eine Gewürzpflanze.
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Bartblume Beyond Midnight®

Mitternachtsblaue Blüten, glänzendes Laub und kompakte Bartblume 'Beyond Midnight' ist ein insektenfreundlicher, robuster Blickfang für jeden Garten.
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Gemeine Felsenbirne | © Sträucherei

Gemeine Felsenbirne

Die Gemeine Felsenbirne dient verschiedenen Schmetterlingsarten als Nektarpflanze, Vögel lieben ihre kugeligen Früchte.
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Produktbild zu «Mulch – Mix Biogarten» | © Ricoter Erdaufbereitung AG

Mulch – Mix Biogarten

Mit den vereinigten Vorzügen von Hanf und Schilf, als Mulchmaterial, Bodenverbesserung und natürliche langfristige Zufuhr von Nährstoffen.
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Produktbild zu «Bewässerungstontopf Ollas (Oyas) zum Eingraben» | © Poterie Lutton

Bewässerungstontopf Ollas/Oyas

Handgefertigte Tongefässe zur zusätzlichen Bewässerung von Pflanzen in Rabatten, Beeten oder Hochbeeten.
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Produktbild zu «Lärchenholz Kompostsilo» | © SILEA

Lärchenholz Kompostsilo

Wer aus ästhetischen Gründen oder aus Prinzip keinen Komposter aus Kunststoff will, ist mit diesem Kompostsilo aus unimprägniertem Lärchenholz bestens bedient.
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Produktbild zu «CarboVit» | © Andermatt Biogarten AG

CarboVit

Aktivierte Pflanzenkohle: Ein rein pflanzlicher Kohlenstoffdünger zur nachhaltigen Verbesserung und Aktivierung der Erde.
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Produktbild zu «Hochbeet-Wurmkomposter» | © Plastia s.r.o.

Hochbeet-Wurmkomposter

Ein praktischer Wurmkomposter zum Eingraben im Hoch- oder Gartenbeet. Einfach organische Küchen- und Gartenabfälle direkt ins Beet kompostieren und in Dünger verwandeln lassen.
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Echter Lavendel | © Hospenthal-Kägi AG

Echter Lavendel

Die pflegeleichte «Südländerin» ist vielseitig: Sie gilt als Heil- und Gewürzpflanze und die getrockneten Blüten werden in Duftsäckchen gerne im Kleiderschrank aufbewahrt.
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Szechuan-Pfeffer | © R. Rombach Pflanzenproduktion

Szechuan-Pfeffer

Pfeffer aus dem eigenen Garten! Der Szechuan-Pfeffer, auch Bergpfeffer genannt, ist ein anspruchsloser, stachliger Strauch mit unscheinbaren, kleinen, duftenden Blüten.