BIOGARTEN-BLOG | Nadine's kreatives Gartenabenteuer

Lavendelernte mit Destille für Hydrolate und ätherische Öle | © Zaubergaertli.ch

Eine für vieles: meine Multi-use-Pflanzen im Garten

Weniger Pflanzen – mehr Möglichkeiten

Ich geb’s zu: Ich bin eine von denen, die nie genug Pflanzen haben können. «Eine geht noch» ist mein Mantra – sehr zur Belustigung meines Freundes, der mich dann mit hochgezogenen Augenbrauen anschaut und fragt: «Haben wir nicht schon genug?»

Natürlich nicht! Ich liebe es, zu experimentieren. Da muss ich den einen oder anderen Pflanzenverlust durchs Gartenjahr hinnehmen – was wiederum Platz für neue schafft, nicht? Ausserdem: Was nicht im Boden Platz hat, kann in den Topf. Die Fensterbänke sehen auch noch leer aus, beim Klettergerüst des Schokoladenweins könnte man doch noch eine Ampel hinhängen – geht nicht, gibt’s nicht.

Sogar eine Stieleiche wächst bei uns im Topf. Mit Erfolg und seit Jahren (ich erwähne nur am Rande, dass das tatsächlich NICHT meine Idee war, sondern mein Freund sich wohl hat mitreissen lassen – so kann’s gehen ;-)).

Langsam wird’s trotzdem eng – und der Vermieter nervös. Also wende ich mein altes Patentrezept von meinen Balkongärten an: Multi-use-Pflanzen – echte Alleskönner, die nicht nur schön aussehen, sondern gleich mehrere Zwecke erfüllen – und damit Platz, Zeit und Pflegeaufwand sparen.

Meine persönliche Checkliste für echte Alleskönner und eine vielseitige Bepflanzung

Multi-use-Pflanzen (oder auch Mehrfachnutzen-Pflanzen) sind wahre Multitalente. Sie locken Nützlinge an, bringen Ernteerträge, verschönern den Garten, duften und lassen sich oft auch noch kulinarisch, gesundheitlich oder kreativ verwenden. Besonders in naturnahen Gärten sind sie Gold wert.

Blick auf die Hochbeete mit Mini-Kiwi-Rosenbogen | © Nadine S. - www.naschgaertli.ch
  • Nutzen für Gartenbewohner? (Insektenweide/Winterfutter/Schutzgehölz)
  • Passt gut in die Küchengartenbeete in die Mischkultur
  • Verwertung in der Gartenküche zum Direktessen oder als Gewürz, Kräutersalz/-zucker
  • Zutat für die Gesundheit – DIY-Apotheke aus dem Garten für Salben, Tees und mehr
  • Potenzial als Zutat für Wellnessprodukte (Hydrolate, ätherisches Öl, Seifen …)
  • Gut zu konservieren oder haltbar (zum Trocknen/Dörren, Einmachen, Fermentieren)
  • Räucher- oder Färbepflanze
  • Kann ich sie als Schnittpflanze in der Gartenfloristik für Blumenarrangements, Gestecke, Kränze und mehr verwenden?

Meine Lieblingspflanzen mit Multi-Use-Potenzial

Hier ein paar meiner persönlichen Pflanzenfavoriten für den kompakten, naturnahen Biogarten. Die meisten davon gedeihen auch problemlos in Töpfen und sind so auch für den Balkon geeignet. 

Summa summarum – eine Handvoll Pflanzen – ein ganzer Garten voller Nutzen

Multi-use-Pflanzen sind für mich die perfekte Möglichkeit, auf begrenztem Platz den Wunsch nach einem vielfältigen, naturnahen Garten zu verwirklichen. Sie verbinden Augenschmaus mit mehr. Sei es für die Biodiversität, die Gartenküche oder den Gaumenkitzel – diese «Vieleskönner» zu entdecken und ins Beet aufzunehmen, macht einfach Spass. Am liebsten entdecke ich Anwendungsmöglichkeiten bei Pflanzen, von welchen ich nie etwas geahnt hätte. Vor allem wenn es darum geht, dass sie essbar sind oder sich zum Färben eignen.

Multi-use Pflanzen – eine kleine Selektion aus dem Biogarten-Shop

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Produktbild zu «Biosamen Ringelblume, Orange Pracht» | © Zollinger Bio Sàrl

Ringelblume, Orange Pracht

Die Ringelblume 'Orange Pracht' ist sehr dekorativ mit grossen orangefarbenen Blüten, die bis zum Rand gefüllt sind. Ihre Blüten sind voll und man kann kaum die Mitte sehen. Sie ist eine
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Produktbild zu «Biosamen Blume Kapuzinerkresse» | © Sativa Rheinau AG

Einjährige Blume Kapuzinerkresse

Kriechende und kletternde Sommerblume, einfach blühend in Gelb- und Orangetönen. Nicht zu stark düngen, da sonst zu viele Blätter gebildet werden.
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Echter Lavendel | © Hospenthal-Kägi AG

Echter Lavendel

Die pflegeleichte «Südländerin» ist vielseitig: Sie gilt als Heil- und Gewürzpflanze und die getrockneten Blüten werden in Duftsäckchen gerne im Kleiderschrank aufbewahrt.
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Rosmarin | © Hospenthal-Kägi AG

Rosmarin

Rosmarinus officinalis – oder Salvia rosmarinus – ist eine beliebte Küchen- und Heilpflanze, die in keinem Kräutergarten fehlen darf.
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Schwarzer Holunder | © R. Rombach Pflanzenproduktion

Schwarzer Holunder

Der einheimische Wildstrauch darf in keinem naturnahen Garten fehlen. Die grosse Schirmrispenblüte mit dem frischen, fruchtigen Duft erscheint von Mai bis Ende Juni.
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Wilde Malve | © Hospenthal-Kägi AG

Wilde Malve

Die Malve gehört zu den ältesten und bekanntesten Nutzpflanzen. Malvenblätter als auch -blüten können in der Küche vielfältig verwendet werden.
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Taglilie 'Winnie the Pooh'

Taglilie 'Winnie the Pooh'

Taglilie 'Winnie the Pooh': Robuste Staude mit goldorangenen Blüten und dunklem Auge. Pflegeleicht und langblühend. Ideal für sonnige Standorte.
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Echter Beinwell | © Hospenthal-Kägi AG

Echter Beinwell

Die Blüten sind beliebte Bienen- und Hummeltankstellen, während die Blätter als Mulch oder Jauchematerial verwendet werden können.
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Echter Salbei | © Hospenthal-Kägi AG

Echter Salbei

Der Echte Salbei ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein echtes Kraftpaket: Neben seiner Beliebtheit als Würzkraut ist er ein altbekanntes Heilkraut gegen vielerlei Beschwerden.
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Orangen-Thymian | © Hospenthal-Kägi AG

Orangen-Thymian

Der besonders aromatisch duftende Orangen-Thymian (Thymus vulgaris ssp. Fragrantissmus) ist ein Kleinstrauch mit graugrünen Blättchen und kompaktem, aufrechtem, polsterförmigem Wuchs.
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Holunder Black Lace® | © R. Rombach Pflanzenproduktion

Holunder Black Lace

Die Sorte Black Lace ist eine Neuheit und erinnert etwas an einen rotlaubigen Ahorn. Es ist somit kein eigentlicher Wildstrauch, hat aber alle Eigenschaften des einheimischen Holunders.

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