Spinnmilben (Familie Tetranychidae) sind winzige Spinnentiere, die vor allem an der Blattunterseite Pflanzensaft aus den Zellen saugen und viele Kultur‑ und Zierpflanzen drinnen wie draussen schwächen können.
Wer ihre typischen Spuren früh erkennt, kann mit biologischen Massnahmen gegensteuern und verhindern, dass sich die Tiere dauerhaft an Pflanzen etablieren. Diese Seite hilft dabei, Spinnmilben sicher zu bestimmen und einen Befall erfolgreich und biologisch zu bekämpfen.
Das bietet dieses Portrait über Spinnmilben
Spinnmilben können mit Thripsen verwechselt werden, da beide helle Sprenkel verursachen – Spinnmilben bauen jedoch Gespinste, während Thripse keine Fäden spinnen.
Um Spinnmilben zu vermeiden, ist es wichtig, die Pflanzen bedarfsgerecht zu pflegen und eine unausgewogene, stark stickstoffbetonte Düngung zu vermeiden, da zu weiches, stark wachsendes Gewebe häufiger von Schädlingen befallen wird.
Die Luftfeuchtigkeit wenn möglich hochhalten, auch im Winter. Zimmer‑ und Kübelpflanzen nicht zu trocken halten, staubige Blätter regelmässig reinigen oder abduschen.
Dazu bei den Pflanzen regelmässig die Blattunterseiten kontrollieren, damit erste Spinnmilben‑Nester früh entdeckt und behandelt werden können. Bei vergangenem Befall präventiv Amblyseius californicus einsetzen.
Die Tiere legen ihre Eier an der Blattunterseite ab; aus diesen schlüpfen Larven, die sich über zwei Nymphenstadien (Protonymphe, Deutonymphe) zu erwachsenen Milben entwickeln.
Unter günstigen Bedingungen (warm, trocken) werden zahlreiche Generationen pro Jahr gebildet, teilweise mit bis zu 20 Generationen jährlich, je nach Klima und Kultur. Besonders rasch vermehren sie sich in trockener, warmer Umgebung und an gestressten Pflanzen.
Die Schäden entstehen dadurch, dass die Milben mit ihren Mundwerkzeugen einzelne Zellen anstechen und aussaugen; bei starkem Befall wird die Photosyntheseleistung der Blätter deutlich reduziert. Die Pflanze kann sogar absterben.
Viele Spinnmilbenarten überwintern draussen als Weibchen in geschützten Verstecken an Pflanzen oder in der Umgebung und besiedeln im Frühjahr erneut junge Blätter, drinnen sind sie auch im Winter aktiv.