Marienkäfer

Aktualisiert am: 05.10.2026

Marienkäfer gelten nicht nur als Glücksbringer, sie sind auch Blattlausjäger. Sie fressen bis zu 100 Läuse pro Tag. Der einheimische Zweipunkt-Marienkäfer (Adalia bipunctata) ist ein nützlicher Helfer bei der umweltfreundlichen Blattlausbekämpfung.

Käfer und/oder Larven werden auf den befallenen Pflanzen platziert, unmittelbar danach beginnt das grosse Fressen – fürs grosse Gärtnerglück mit gesunden Pflanzen.

Marienkäfer sind wirksame Nützlinge gegen Blattläuse

Ameisen und Blattläuse

Tipp: Ameisen verteidigen Blattläuse gegenüber Angreifern, weshalb diese vorgängig mit einer Tangle-Trap Ameisenbarriere oder InsectoSec ferngehalten werden sollten.

Wenn die Ameisen die Blattläuse nicht mehr erreichen können, kann der Marienkäfer oder die -Larve ungehindert an die Blattläuse erreichen und diese ungestört fressen. Die errichtete Ameisenbarriere ist sozusagen die "Hilfe für die Hilfe".

Marienkäfer gegen Blattläuse

Marienkäfer sind Spezialisten der Blattlausbekämpfung. Larven und Käfer ernähren sich von den lästigen Pflanzensaugern. Die Larven eignen sich besonders für grössere und klar eingegrenzte Blattlausansammlungen, da sie nicht sehr mobil sind. Bei verstreutem Befall eignen sich die adulten Käfer besser. Da diese jedoch auch davonfliegen können, empfiehlt es sich, diese in Gewächshäusern oder geschützten Gärten einzusetzen.

Anwendung der Marienkäfer & Marienkäferlarven

Die Marienkäferlarven auf ein Stück feuchtes Haushaltspapier verteilen und dieses möglichst nah am Befall befestigen (z. B. in eine Blattachsel klemmen). Adulte Käfer können mit einem Pinsel gezielt verteilt werden. Freilassungen nur in der Dämmerung ohne starke Sonneneinstrahlung durchführen.

Aufwandmenge

Ca. 5 Marienkäferlarven pro Pflanze, je nach Befall.

Blattläuse natürlich bekämpfen

Kurz bevor in der Natur die ersten Marienkäfer schlüpfen, beginnen sich die ersten Blattlauskolonien zu bilden und bevölkern mit Vorliebe zarte Pflanzentriebe.

Um dieses Treiben rechtzeitig und wirksam zu unterbinden, eignet sich der Einsatz von Nützlingen: Sie nutzen das natürliche Räuber-Beute-Verhältnis.

Gegen Blattläuse können sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen (adulten) Käfer des einheimischen Zweipunkt-Marienkäfers (Adalia bipunctata) ausgesetzt werden. Vorzugsweise werden Larven verwendet. Sie verzehren 100 oder mehr Läuse pro Tag. Sie suchen systematisch die Pflanzen nach Blattläusen ab.

In diesem Video zeigen wir, wie Käfer oder die Larven auf die von Blattläusen befallenen Pflanzen verteilt werden.

Checkliste zum Ausbringen der Marienkäfer und Marienkäferlarven

  • Sobald die Larven oder Käfer per Post eingetroffen sind, aus dem Briefkasten nehmen
  • An milden, bedeckten Tagen sofort aussetzen
  • Bei Starkregen, Sturm oder strahlendem Sonnenschein die Tiere vorerst im Kühlschrank lagern, bis das Wetter bessert oder bis zur Dämmerung
  • Adulte Käfer mit einem feinen Pinsel gezielt neben den Blattlausbefall auf die Pflanze setzen
  • Larven samt den Hobelspänen, in denen sie angeliefert werden, auf mehrere Stück feuchtes Haushaltspapier verteilen
  • Haushaltspapier leicht zerknüllt möglichst nah an den befallenen Trieben in eine Blattachsel klemmen (so dass die hungrigen Larven nicht lange suchen müssen, um Blattläuse zu finden)
  • Marienkäferlarven vor Ameisen schützen. Ameisenbarriere mit Malerklebeband und Insektenleim (an Obstbäumen) erstellen. Bei mehrtriebigen Pflanzen (Rosen) Kieselgur auf dem Boden rund um die Triebe ausbringen.

Vorsicht mit Pflanzenschutzmitteln und Marienkäfern

Wer den Blattlausbefall erst spät entdeckt, wenn die Blätter sich bereits einrollen und die Triebe verformen, muss befürchten, dass die Pflanzen Schaden nehmen.

Jetzt ist ein Erste-Hilfe-Programm angesagt. Mit offiziell zugelassenen biologischen Pflanzenschutzmitteln können die Blattläuse rasch etwas dezimiert werden.

Allerdings sind die Mittel im direkten Kontakt auch für die Marienkäferlarven problematisch. Sie sollten daher nur zur Anwendung kommen, wenn keine Nützlinge auf der Pflanze gesichtet werden und in jedem Fall, bevor man Nützlinge ausbringt.

Da biologische Pflanzenschutzmittel keine giftigen Rückstände hinterlassen, darf man die Marienkäferlarven aussetzen, sobald die Pflanze vollständig abgetrocknet ist.

Nun räumen die Marienkäferlarven nach Herzenslust mit den Blattläusen auf. Dabei verfolgen sie ihre Beute bis in Schlupfwinkel hinein, welche man beim Spritzen nicht erreichen kann.

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Die recyclebare Anwendungshilfe ermöglicht ein unkompliziertes Ausbringen von Nützlingen direkt am Schädlings-Hotspot.
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Marienkäferlarven und Marienkäfer

Marienkäfer und Marienkäferlarven zur biologischen Bekämpfung von Blattläusen
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Marienkäfer-/Florfliegenhaus

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Weitere Informationen zu Marienkäfern & Nützlingen im Garten

Häufig gestellte Fragen zu Marienkäfer(larven)