Pflanz- und Pflegeanleitung für Himbeeren

Pflanzzeit

Pflanzen aus Töpfen können bei frostfreiem Boden ganzjährig gepflanzt werden.

Standort und Boden

Himbeeren schätzen einen frischen, humus- und nährstoffreichen Boden. Da sie keine Staunässe ertragen, ist es wichtig, dass der Boden für Wasser gut durchlässig ist. Vor der Neupflanzung sollten auf der ausgewählten Fläche mindestens 4 Jahre lang keine Himbeeren gewachsen sein.

Die kompakt wachsenden Sorten wie die Lowberry-Sorten, die Zwerg-Sommerbeere oder die Duo-Himbeeren können als Kübelpflanze gehalten werden und benötigen kein Gerüst.

Pflanzabstand

Die Himbeeren werden in der Reihe im Abstand von 40–50 cm voneinander gepflanzt. Von Reihe zu Reihe beträgt der ideale Abstand ca. 2 m.

Pflanzung

Als Kübelpflanze ist ein Erdvolumen von mind. 10 l notwendig. Nach 2–3 Jahren in einen grösseren – dem Pflanzenvolumen angepassten – Kübel umtopfen.

Ausgepflanzt: Den Untergrund gut lockern und etwas reifen Kompost dazumischen. Den Topfballen ca. 1–3 cm mit Erde decken. Erde leicht andrücken, damit die Wurzeln gut mit der Erde in Kontakt kommen. Eine kreisförmige Vertiefung um die Pflanze anbringen und kräftig angiessen.

Eine leichte Mulchschicht ist ideal für eine regelmässigere Bodenfeuchte. Zur Vorbeugung und bei schlecht wasserdurchlässigen Standorten empfiehlt es sich, die Himbeeren auf einen kleinen Damm zu pflanzen und guten Kompost einzumischen. Die untenstehende Skizze zeigt den Aufbau.

Die Himbeeren benötigen ein Stütz- oder Drahtgerüst. Dabei werden an drei einfach oder doppelt gespannten Drähten die Ruten befestigt oder nur eingefädelt.

Das Gerüst wird erstellt, indem alle 3 m ein Pfahl eingeschlagen wird, der ca. 1,80 m aus dem Boden ragen soll. Die Pfähle werden mit Drahtpaaren in der Höhe von 0,6 m, 1,30 m und 1,80 m miteinander verbunden. Möglich ist auch ein Gitter mit Maschenweite von ca. 10 cm, das horizontal über das Beet gespannt wird.

Bewährt haben sich Breiten von max. 50–80 cm. Ideal sind 2 Gitter, welche in den Höhen von 60–80 cm und 100–120 cm angebracht werden.

Düngung

Im Herbst den Boden leicht mit Kompost abdecken. Im Frühling organischen Dünger (z.B. 70–90 g Biogarten Obst- und Beerendünger pro m2 ) streuen.

Während der Vegetationszeit nicht düngen, da sonst die Ruten im Herbst schlecht ausreifen und dadurch im Winter Schaden nehmen.

Bei Kübelpflanzen im März 30–40 g Biogarten Obst- und Beerendünger einarbeiten. Von Mai bis Juli mit 20–30 g in 2–3 Gaben Festdünger oder alle 14 Tage mit Flüssigdünger nachdüngen.

Pflanzenschutz

Die Weibchen der ca. 4 mm langen Himbeerkäfer legen ihre Eier in die Himbeerblüten. Die Larve frisst genüsslich im Inneren der Beere, bis sie 6–8 mm lang ist. In den Früchten steckt somit der bekannte Wurm drin.

Mit der Butotrap-Himbeerkäferfalle können Himbeerkäfer weggefangen werden. Bei starkem Befall ist es oft sinnvoll, auf Herbsthimbeeren auszuweichen, die kaum von Himbeerkäfern befallen werden.

Bei Rutenkrankheit befallene Ruten herausschneiden und entsorgen. Vorbeugend: keine hohen Stickstoffgaben, unkrautfrei halten, nicht austrocknen lassen; jedoch auch keine Staunässe.

Schnitt

Herbsthimbeeren: Herbsthimbeeren tragen an den einjährigen Ruten. Zwischen November und Januar können somit alle Ruten bodeneben abgeschnitten werden. Bei frischer Herbstpflanzung Triebe nur auf 10 cm einkürzen.

Tipp: Lassen Sie die Hälfte der gesunden, abgeschnittenen Triebe bis nach dem Neuaustrieb liegen, damit die nützlichen Raubmilben auf ihnen überwintern können.

Im Frühling können dann etwa 20–25 Triebe pro Laufmeter im Pflanzstreifen (80 cm breit) stehen gelassen werden. Ein Auslichten führt jedoch zu grösseren Früchten und die Pflanzen bleiben gesünder.

Sommerhimbeeren: Sommerhimbeeren tragen an den 2-jährigen Ruten. Die abgetragenen 2-jährigen Triebe sind sofort nach der Ernte abzuschneiden.

Dadurch wird die Übertragung allfälliger Krankheiten auf die Jungruten vermieden. Sobald die Jungtriebe 20–40 cm hoch sind, werden die 12–15 besten Ruten pro Laufmeter stehengelassen.

Bei starkwüchsigen Sorten sind die dünneren Triebe die Besten. Ein zu dichter Pflanzenbestand fördert Krankheiten.

Winterschutz

Bei der Überwinterung der Kübelpflanzen sollte darauf geachtet werden, dass der Wurzelballen nicht austrocknet oder durchfriert. Den Topf mit einem Winterschutz versehen und an einen geschützten Standort stellen.

 

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